Uni Siegen

Qualitative und Quantitative Studienmethodik von Mixed Reality im Kontext von Gesundheitstechnologien.

Was machen wir?

Die Arbeitsgruppe „Ubiquitous Design“ an der Universität Siegen beschäftigt sich sowohl wissenschaftlich als auch praktisch mit der Gestaltung interaktiver Produkte und Dienstleistungen. Dies umfasst den vollständigen Prozess, also sowohl methodische Aspekte der benutzerzentrierten Analyse und Evaluation (sozial-wissenschaftlich fundierte Durchführung und Analyse von Befragungen und Beobachtungen) als auch konkretes Erlebnis- und Interaktionsdesign.

Was ist unsere Rolle im Hive-Projekt?

Ein entscheidender Teil des Hive-Projekts ist die Entwicklung und Förderung von immersiven Anwendungen, die Gesundheit und Wohlbefinden steigern. Um ein allgemeingültiges Vorgehensmodell für die Entwicklung solcher Immersive-Health-Anwendungen zu definieren, stellen wir in unserem Teilprojekt qualitative und quantitative Methoden bereit. Im Zentrum steht hierbei die Implementierung dieses Immersive-Health-Prozesses sowie dessen iterative Umsetzung mit den Projektpartnern im Kontext des jeweiligen Forschungsschwerpunkts.

Dabei werden vier solcher Schwerpunkte fokussiert:

  1. Ethnografische Untersuchung:
    Vorhandene Projektideen sollen durch eine design-ethnografische Untersuchung im Bereich der Entwicklung und Anwendung immersiver Gesundheitstechnologien mit Projektbeteiligten näher untersucht und erforscht werden. Hierdurch soll ein reichhaltiges Verständnis von Erfolgsfaktoren und Barrieren als Input für die weitere konzeptionelle Arbeit im Lab erarbeitet werden. 
  2. Wohlbefinden, Ästhetik, Akzeptanz:
    In diesem Bereich sollen grundlegende Untersuchungen zur Übertragbarkeit aktueller Konzepte der User-Experience (UX) aus der HCI, wie etwa „Wohlbefinden“, „Ästhetik der Interaktion“ und „Akzeptanzfaktoren“, auf Immersive Health (VR/AR, Digital Health) untersucht werden. Wichtige inhaltliche Aspekte zur Gestaltung der Interaktion mit Immersive-Health-Anwendungen, zum Beispiel Fragen der Motivation als spezielles Akzeptanzthema, sollen erarbeitet werden. 
  3. Konzeptioneller Entwurf des Prozessmodells:
    Basierend auf dem Input aus Schwerpunkt 2 wird ein iteratives, partizipatives Vorgehensmodell für die Entwicklung von Immersive-Health-Anwendungen auf der Basis gängiger, nutzerzentrierter Vorgehensmodelle entwickelt.
  4. Implementierung immersiver Gesundheitsprozesse:
    Das zuvor erarbeitete Prozessmodell wird konkret zusammen mit Projektpartnern der Ausschreibung beziehungsweise mittelständischen Partnern exemplarisch durchgeführt und die Iterationen des Vorgehensmodells werden dokumentiert.

Was bieten wir an?

  • Bereitstellung einer qualitativen ethnografischen Studienmethodik zur explorativen Forschung und einer qualitativer Evaluation von wohlbefindensorientierter Gestaltung (z. B. mittels AttrakDiff)
  • Erforschung eines allgemeingültigen Immersive-Health-Prozesses
  • Unterstützung bei der Durchführung des Immersive Health-Prozesses
  • Hilfe bei der praktischen Integration von wohlbefindensorientierter Forschung in die Projektarbeit

Was kann man sich praktisch darunter vorstellen?

Wir möchten gern mit anderen Projektteilnehmerinnen und -teilnehmern in Austausch treten, um gemeinsam an individuellen Möglichkeiten der wohlbefindensorientierten Gestaltung von Projektideen und deren Evaluation zu arbeiten. Hierbei schauen wir uns den spezifischen Kontext des Projekts genau an und entwickeln daraus einen Prozess, der qualitative und quantitative Erforschung ermöglicht. In projektübergreifenden Workshops können Bedarfe unterschiedlicher Projekte in Bezug auf Immersive Health erfasst werden, um im Anschluss einen allgemeingültigen Immersive-Health-Prozess zu schaffen und zugänglich zu machen.

Ansprechpartnerin

Dr. Shadan Sadeghian
Universität Siegen
Kohlbettstraße 15
57072 Siegen
Tel.: +49 (0) 271 740 5267
E-Mail: shadan.s@uni-siegen.de