16|03|2020 | Event

Arbeiten mit der Grounded Theory

Ein Methodenworkshop des IZEW an der LMU München

Eine Aufgabe des HIVE-Labs ist die Unterstützung und Beratung von Projekten bei der Auswahl von Forschungsmethoden, beim Entwurf von Forschungsdesigns und bei der Durchführung von Studien.  Um den Mitarbeitenden rund um das HIVE-Lab und den damit verbundenen Projekten einen Einblick in den qualitativen Forschungsstil der Grounded Theory, der nicht nur in den Sozialwissenschaften angewendet werden kann zu vermitteln, führte Céline Gressel (IZEW Tübingen) am 3. März 2020 einen Crash-Kurs zum Thema „Arbeiten mit der Grounded Theory“ durch. Der Workshop fand in den Räumen der Arbeitsgruppe „Human-Centered Ubiquitous Media“ (Teil des Instituts für Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München) satt.

Der Begriff der Grounded Theory bezeichnet gleichzeitig eine aus empirisch erzeugten Daten konzeptuell dichte Theorie, die als Ergebnis eines induktiv angelegten Forschungsprozesses entsteht, als auch den Forschungsstil, der zu dieser Art von Theorie führt.

Da der Forschungsstil der Grounded Theory jedoch kein sehr präskriptives Verfahren ist, an das man sich Schritt für Schritt halten könnte, lohnt sich die praktische Auseinandersetzung mit den von Anselm Strauss und Juliet Corbin vorgeschlagenen Vorgehensweisen.

Begonnen bei der Datenerzeugung bis zum Schreiben der Theorie wurden den Teilnehmenden Methoden, Tipps und praktische Hilfen vorgestellt und diese dann ausprobiert.

Auszug aus einem Interviewausschnitt nach dem offenen Kodieren

In dem interaktiven Workshop mussten die rund 15 Teilnehmenden Interviews durchführen, Textpassagen kodieren und lernten die wichtigsten Begriffe rund um die Grounded Theory kennen. Durch den gemeinsamen Austausch über die gemachten Erfahrungen, kam es zu angergten Diskussionen und inspiriernden Ideen für neue Studiendesigns in den Arbeitsgruppen.